
Am Dienstag, den 7. Juli 2026 überqueren wir die Grenze von Ungarn nach Rumänien. Auch hier fahren wir zunächst durch Sonnenblumenfelder.
Wir kommen nicht besonders schnell voran und müssen dann nach vielen Stunden doch mal eine Pause machen. Unsere erste Einkehr begeistert uns gleich für Land und Leute. Eine tolle neu gebaute Anlage, freundliche Menschen und gutes Essen.
Und nochmal zwei Stunden zu fahren, bergauf, bergab, vorbei an traditionellen Holzhäusern, umfriedet mit einem geflochtenen Holzzaun mit einem aufwendig geschnitzten Eingangstor. Wir sehen auch Pferdefuhrwerke, Obst- und Gemüsestände und alte Menschen (noch recht traditionell gekleidet), die sich zu einem Plausch auf den Bänken vor den Grundstücken treffen. In jedem Ort gibt es mehrere Kirchen, davon auch viele neu gebaute. Wir sehen aber auch die Armut und jede Menge aufgegebener Bauvorhaben.
Von Vișeu de Sus aus geht es bergauf bis zum Haus von Björn Reinhardt, einem deutschen Dokumentarfilmer. Wir werden sehr freundlich empfangen, vom Wetter aber nicht. Kaum stehen die Autos im Garten, strömt der Regen. Wir flüchten in den gemütlichen Pavillon und erfahren allerhand über Land und Leute. Wir können außerdem noch ein kleines Häuschen zum Duschen und Kochen nutzen. Unterm Dach gibt es auch noch eine Schlafgelegenheit für Campermüde.
Auch für den nächsten Tag ist Regen angesagt. Wir vertreiben uns die Zeit bis zum Nachmittag. Dann ging es zu sechst mit dem Bullibus los zu einer traditionellen Mühle. Uns wurden die alten Maschinen, die vom Wasser angetrieben wurden, gezeigt. Die Wolle wurde mit Wasserkraft gekämmt (deutsche Maschinen; darauf wurden wir extra hingewiesen) und dann von Hand versponnen und zu Teppichen und Decken gewebt. Auch die wärmenden Jacken waren aus Schafwolle. Unterwegs haben wir noch Menschen in der traditionellen Alltagskleidung gesehen. Auch Mais und anderes Getreide wurde in der Mühle vermahlen. Wir haben uns ein Kilo abwiegen lassen. Die Menschen in der Mühle waren sehr gastfreundlich und so gab es auch noch ein paar Scherze und einen Snaps zum Probieren. Die Kinder fanden die Kätzchen und die Schafe am besten.





Wir fahren weiter nach Ieud. Dort soll es eine der ältesten Kirche geben. Wir folgen den Wegweisern und dem Navi und gelangen an eine Holzkirche. Sie ist alt, aber nicht so alt (erbaut im 18. Jahrhundert). Wir staunen trotzdem über den Bau, wie alles miteinander verbunden ist und können durch ein Fenster nach innen lugen. Ein paar Straßen weiter finden wir dann die gesuchte Kirche, die zwischen 1610 und 1620 erricht wurde. Leider ist auch diese schon geschlossen.

























