Timișoara/Temeschwar

Wir sind auf dem Rückweg, Richtung Ungarn. Auf dem Weg liegt eine der größten Städte Rumäniens, Timișoara. Da können wir ja nochmal durchschlendern. Vom Parkplatz aus machen wir uns auf den Weg und sind gleich darauf auf einem großen Platz mit dem Opernhaus auf der einen Seite und einer Kirche auf der anderen Seite. Durch eine Fußgängerzone, juhu hier gibt es Eis, gelangen wir zum Platz der Freiheit und wieder weiter zum Unionsplatz (mal frei übersetzt). Diese Plätze sind gesäumt von prächtigen Bauten, die von der früheren Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn geprägt sind. Auf dem letzten gehen wir auch in die Orthodoxe Kirche, nicht lang, denn der Gottesdienst wird schon vorbereitet und in die Katholische Kirche. Dort gibt es viel zu sehen und auf großen Tafeln kann man mehr zur Geschichte des Ortes erfahren. Vieles in der Stadt ist noch nicht saniert und so stehen schicke Gebäude neben halb verfallenen oder neben Bauten aus der sozialistischen Zeit. Das Hunyadi-Schloss ist vollständig eingerüstet und wird wohl schick gemacht. Ein Wiederkommen lohnt sich also. Nicht weit davon entdecken wir die Lenaustraße. Nachdem ich sie schon bei Google Maps gesehen hatte und gedacht hatte, man hat sie umbenannt, freut uns das natürlich doppelt. Noch kurz für die Soljanka einkaufen und dann geht es auf einen empfohlenen Campingplatz inmitten von Feldern.

Die Ankunft dort ist erstmal ganz schön aufregend. Nachdem wir uns auf diesen Platz besonders gefreut haben und bei der Fahrt durch Felder und über Piste diese kleine Oase (Insel mit großen grünen Weiden inmitten eines Fischteiches) wie aus dem Nichts auftaucht, kommt nun die Ernüchterung. Wir hatten uns angemeldet und trotzdem ist der Platz voll. Für unsere Begriffe, denn die Mitarbeiter dort meinen, wir können uns so halb auf den Zufahrtsweg stellen. Großer Ärger und dann wird ein bisschen umgeparkt und wir bleiben doch. Es ist auch wirklich schön, Gänse und Enten schnattern um die Wette. Störend ist nur das Notstromaggregat und dass im Notfall keiner schnell wegkommt, denn wir waren nicht die letzten. Es werden noch drei weitere Camper untergebracht. Die Kritiken schreiben, dass das Essen im zugehörigen Restaurant toll sein soll. Wir nehmen also Platz. Aber auch hier war zu viel gewollt. Statt uns zu sagen, heute wird es länger dauern, lässt man uns bestellen. Ich glaube, schon auf die Getränke haben wir eine Stunde gewartet. Der Kellner ist überfordert und in diese Rolle vielleicht auch nur eingesprungen, weil andere frei hatten. Das Essen ist wirklich lecker und reichlich. Weil wir so lange warten mussten, bekommen wir auch noch ein Dessert aufs Haus. Wir sind genudelt voll. Als wir zahlen, sind wir überrascht. Weil wir so lange warten mussten, brauchen wir die Stellplätze nicht zu bezahlen. Scheint wohl wirklich eine Ausnahmesituation gewesen zu sein.

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