Neusiedlersee

Anna ist ganz schön groggy. Wir lassen es langsam angehen. Nach dem Frühstück, seit langem mal wieder Brötchen, folgt der Mittagsschlaf. Dann sind wir bereit für den See. Erwartungsvoll stehen wir mit den Badesachen am Strand und kurze Zeit später im Schlicker. Nein baden und schwimmen macht hier keinen Spaß, zumindest uns Erwachsenen nicht. Dann lieber einen kleinen Snack. Spontan haben wir uns dann noch ein E-Boot ausgeliehen und fahren damit über den See. Berge, Schilf und Segler ergeben eine schöne Kulisse. Für Kinder gibt es an diesem Tag viele Stationen und Anna kann sich ein wenig ausprobieren. Die Hitze ist dann aber doch zu viel und so endet der Abend früher als gedacht. Der Morgen beginnt mit Fiebersaft. Nach dem Packen geht es dann über Tschechien nach Hause. Am frühen Abend kommen wir nach schönen Begegnungen und mit vielen Eindrücken und Erlebnissen wieder in der Heimat an.

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Ungarn – in der Puszta

Es geht nach Westen, Richtung Ungarn. Es ist nicht so weit heute. Der ausgesuchte Campingplatz liegt in der Puszta, trockenes Land, soll aber einen Pool haben. Die Anfahrt ist über eine Sandpiste. Im Internet steht: Gut zu befahren. Kaum sind wir drauf, sehen wir das anders. Durchs Walki Talki geben wir nach hinten durch: „Bitte folgt uns nicht, sonst bleibt ihr stecken. Wir fahren bis zum Ende und werden wenden.“ Anhalten trauen wir uns nicht, damit wir uns nicht festfahren. Wir schaffen es, kommen auf dem Campingplatz an und wollen nur kurz Bescheid sagen, warum wir wieder umkehren. Die Besitzerin kommt uns schon entgegen und ich steige aus. Erstaunt sehe ich, dass Tobias hinter uns steht. Sie haben es doch geschafft. Wir werden herzlich begrüßt, richten uns kurz ein und sitzen dann mit einem kühlen Getränk zum Plausch mit Miep zusammen. Sie ist mit ihrem Mann nach Ungarn ausgewandert und nun bauen sie sich hier etwas neues auf. Viel haben sie schon geschafft. Wir fühlen uns wohl. Die Kinder genießen den Pool, wir kochen etwas und abends können wir noch für eine kleine Weile das Dammwild hinter dem Zaun beobachten. Auch die drei Hunde findet Anna klasse.

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Timișoara/Temeschwar

Wir sind auf dem Rückweg, Richtung Ungarn. Auf dem Weg liegt eine der größten Städte Rumäniens, Timișoara. Da können wir ja nochmal durchschlendern. Vom Parkplatz aus machen wir uns auf den Weg und sind gleich darauf auf einem großen Platz mit dem Opernhaus auf der einen Seite und einer Kirche auf der anderen Seite. Durch eine Fußgängerzone, juhu hier gibt es Eis, gelangen wir zum Platz der Freiheit und wieder weiter zum Unionsplatz (mal frei übersetzt). Diese Plätze sind gesäumt von prächtigen Bauten, die von der früheren Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn geprägt sind. Auf dem letzten gehen wir auch in die Orthodoxe Kirche, nicht lang, denn der Gottesdienst wird schon vorbereitet und in die Katholische Kirche. Dort gibt es viel zu sehen und auf großen Tafeln kann man mehr zur Geschichte des Ortes erfahren. Vieles in der Stadt ist noch nicht saniert und so stehen schicke Gebäude neben halb verfallenen oder neben Bauten aus der sozialistischen Zeit. Das Hunyadi-Schloss ist vollständig eingerüstet und wird wohl schick gemacht. Ein Wiederkommen lohnt sich also. Nicht weit davon entdecken wir die Lenaustraße. Nachdem ich sie schon bei Google Maps gesehen hatte und gedacht hatte, man hat sie umbenannt, freut uns das natürlich doppelt. Noch kurz für die Soljanka einkaufen und dann geht es auf einen empfohlenen Campingplatz inmitten von Feldern.

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Retezatgebirge

Der Campingplatz gehört einem Paar aus Deutschland, die sich nach vielen Reisen in das Land verliebt haben. Stück für Stück bauen sie sich nun etwas neues auf. Uns haben sie schon sehnsüchtig erwartet, denn es hat lange nicht geregnet. Anja hatte den Status von Tobias verfolgt und gesehen, dass es überall regnete, wo wir hinkamen. Und tatsächlich haben wir ein paar Tropfen im Gepäck. Noch nicht ausreichend, aber ein Anfang. In der Nacht gewittert es, so dass wir draußen alles sichern müssen. Bevor es so richtig gießt, ist alles vor Wind und Regen geschützt. Ausreichend Regen für eine Nacht – Ziel erreicht. Morgens liegen die Berge in den Wolken.

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Hunedoara/Eisenmarkt

Die Nacht war unruhig. Junge Männer hatte jede Menge Holz aus dem Wald geholt und ein großes Feuer entzündet. Um drei haben sie begonnen aufzuräumen. Dieses Flaschengeklapper hörte dann um vier auf. Es gibt nur einen Kaffee, während wir den Camper startklar machen. Wir schaffen es vor dem obligatorischen Regenschauer. Vor dem Burgbesuch müssen wir uns aber noch stärken und wir fahren zu „Happy Bread“. Das ist auch bei den Einheimischen der Renner. Vor dem Fenster heißt es Schlange stehen, bevor es leckere Teilchen und Brot gibt. Hunedoara war die zweitgrößte Eisenhütte des Landes. Diese Produktion ist eingestellt worden. Demzufolge erscheint die Stadt wie eine riesige Fabrikruine. Beim Durchfahren kann man die schönen Fleckchen des Ortes nicht entdecken.

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