Retezatgebirge

Der Campingplatz gehört einem Paar aus Deutschland, die sich nach vielen Reisen in das Land verliebt haben. Stück für Stück bauen sie sich nun etwas neues auf. Uns haben sie schon sehnsüchtig erwartet, denn es hat lange nicht geregnet. Anja hatte den Status von Tobias verfolgt und gesehen, dass es überall regnete, wo wir hinkamen. Und tatsächlich haben wir ein paar Tropfen im Gepäck. Noch nicht ausreichend, aber ein Anfang. In der Nacht gewittert es, so dass wir draußen alles sichern müssen. Bevor es so richtig gießt, ist alles vor Wind und Regen geschützt. Ausreichend Regen für eine Nacht – Ziel erreicht. Morgens liegen die Berge in den Wolken.

Wir wollen trotzdem etwas von der Gegend sehen und die Aussichten sind nicht schlecht. Gegen 12 Uhr brechen wir auf, fahren ca. 7 km bis zum letzten Parkplatz und wandern los. Ziel sind zwei Wasserfälle. Häufig sehen wir links neben uns den Fluss. Der Weg ist steinig, aber die Landschaft wunderschön. Bis zum ersten Wasserfall ist es nicht weit und bis zum Abzweig an einer Brücke sehen wir ab und zu noch andere Wanderer. Dann sind wir alleine im „Märchenwald“. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Wegmarkierungen. Immer bergauf, durch Moos und über Felsen gelangen wir zum Maria Magdalena Fall. Dort erfahren wir, dass eine Frau dieses Namens in der Nähe in einer Hütte lebte und immer wieder Menschen im Gebirge zu Hilfe kam. Es geht noch ein weiteres Stück bergauf und dann sind wir langsam auf dem Rückweg. Wir finden die Hütte, aber für uns gibt es keine Einkehr. Wir marschieren bergab bis zum Parkplatz und belohnen uns mit einer Limonade vom „Wegelagerer“.
Am frühen Abend essen wir ganz regional bei einer Frau im Dorf. Anja hatte vorher angefragt, ob sie gekocht hat und so wurden wir dann bewirtet. Nach einem Spaziergang durch den Ort ging es zurück und am nächsten Tag wieder über die Route 66 Richtung Timisoara.

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