Wir sind in der Grafschaft Wiltshire. Da gibt es einige Bilder, die die Vorfahren im Gelände angelegt haben. Ganz in der Nähe ist so ein Scharrbild von einem von mehreren Pferden. Die obersten Schicht wurde abgenommen, bis der Kreidefelsen darunter zum Vorschein kommt. Und dann ist das Bild für lange Zeit auch aus der Ferne zu sehen.
Auch gegen den Besuch von Stonehenge haben wir uns wegen der Kosten entschieden. Aber der größte Anlage dieser Art ist in Avebury zu finden und dort muss man keinen Eintritt bezahlen. Als wir ankommen, haben wir keine Lust mehr, zwischen den Steinen umherzulaufen und „auf Schwingungen zu warten“. Wir fahren zweimal vorbei, sehen natürlich nicht alles, aber für uns ist das heute genug. Nicht weit von hier gibt es noch einen von Menschen erschaffenen Berg. Warum er aufgetürmt wurde, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Wir halten noch einmal an. Die Vorstellung, dass durch das Tun der Menschen von damals ein strahlend weißer Berg, wahrscheinlich von weit her, zu sehen war, hat was.
Unser lieber Nachbar schrieb extra nochmal, wir können auch an Stonehenge vorbeifahren, wenn wir schon nicht hinwollen. Und das tun wir auch. Man kann nicht nur vorbeifahren, man kann auch auf einen Schotterweg abbiegen und dort aussteigen. Und so sehen wir Stonehenge von ein bisschen weiter weg als die zahlenden Besucher. Wir sehen die vielen Busse, die die Menschen vom Parkplatz aus zu den Steinen bringen und dann Massen, die um die Absperrung laufen. Auf die wahre Mystik scheinen die zu warten, die auf dem Schotterweg parken. Mit Federn in den Haaren, Trommeln und anderen Utensilien, hüpfen einige sicher nachts über den Zaun und sammeln Energie. Wir fahren weiter, London wartet.







