Land‘s End

Wir liegen zurück mit unseren täglichen Aktualisierungen. Am Willen und der Lust liegt es nicht. Wir bekommen einfach keine ordentliche Datenverbindung zu unserer Webseite (und allen anderen Services, die das brauchen) hin. Ich habe alles erwartet, aber nicht, dass wir Schwierigkeiten mit dem Internet haben. Auch die Campingplätze bieten hier keine Verbesserung. Entweder es gibt gar kein WLAN oder es ist so schwach, dass es nicht mal fürs Wetter reicht. Auch beim Wandern oder navigieren abseits der großen Straßen ist man ohne Netz aufgeschmissen. Man braucht für eine ausgedehnte Wanderung hier definitiv eine gute Karte und ein GPS-Gerät. Allein mit dem Handy würde man sich verlaufen. Aber es ist hier eben alles etwas traditioneller. Man kann man also nicht mal schnell ein paar schöne Bilder hochladen und einen kurzen Text verfassen. Deshalb seht es uns nach, wir versuchen aufzuholen.

Nach einer stürmischen Nacht, fahren wir zum westlichsten Punkt Englands. Land‘s End.
Irgendwie ein bisschen wie das Nordkap. Nur dass es hier gänzlich übertrieben wurde mit dem Kommerz.

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Autotour durch Dartmoor

Erstmal Schule. Das ist auch nicht so schlimm, das Wetter meint es nicht so gut mit uns. Nachmittags soll es besser werden, weniger Schauer. Wir haben eine kleine Wanderung herausgesucht und fahren Richtung Postbridge. Als es höher geht, ist die Freude groß. Wir sehen die ersten Dartmoorponys. Wir steigen aus und versuchen ein Stück näher zu kommen und zack sind Schuhe und Strümpfe nass. Ja, im Moor steht halt auch das Wasser etwas höher. In Postbridge halten wir an und warten einen heftigen Schauer ab. Nein, aus der Wanderung wird heute nichts. Ich blättere im Reiseführer weiter und entdecke die Autotour. Na das ist machbar. Zuerst laufen wir das kurze Stück zu den beiden Brücken. Es stürmt und die Wolken hängen bedrohlich über uns. Dann geht es weiter, Ponys am

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Donkey Sanctuary

Gestern war es zu spät, um von Exeter aus noch auf die „Eselfarm“ zu fahren. Das tun wir heute auf dem Weg zum nächsten Ziel. Auch hier war ich schon von Exeter aus, aber es hat sich unheimlich was getan. In meiner Erinnerung gab es damals einen Stall und mehrere Ausläufe. Jetzt beherbergt die Eselauffangstation unzählige von diesen pelzigen Gesellen. In einem weitläufigen Gelände, teilweise mit Blick aufs Meer gibt es sechs Shelter mit riesigen Weiden und den Hauptstall von damals. Man kann die Esel adoptieren, sprich für ihren Lebensunterhalt spenden. Man kann sie aber auch einfach nur besuchen, dort spazieren und gut essen. Zudem gibt es noch ein tolles Labyrinth. Ich war froh, dass das Wetter relativ gut war, so lange, wie ich gebraucht habe, um wieder rauszufinden. Und Anna war happy, dass einige Esel sich streicheln ließen.

Heute übernachten wir auf dem Riverside Campingplatz in Plymouth. Die Dame von der Rezeption und die Webseite preisen „the famous carvery“ an. Na, warum nicht. Also finden wir uns pünktlich im Gastraum ein und damit in der englischen Campergemeinschaft. Das Buffet wird aufgebaut und als der Truthahn und das Roastbeef gebracht sind, ruft der Chef zum Essen holen. Er schneidet das Fleisch auf und richtet es an, den Rest darf man sich selbst nehmen. Eine zweite Runde gibt es nicht. Auch in Ordnung. Das Essen war gut und wir haben an einem traditionellen Mahl teilgenommen. Wir sind im Raum und auf den Campingplätzen sowieso die Exoten, das merken wir immer, wenn wir mit den Leuten ins Gespräch kommen. Aber die Gespräche sind immer ganz herzlich.

Exeter

Nach dem Frühstück starten wir Richtung Exeter. Vor 19 Jahren war ich hier 3 Wochen lang zur Fortbildung. Das war eine tolle Erfahrung. Dennoch habe ich es damals nicht in die Kathedrale geschafft. Das wollen wir heute nachholen. Um Exeter herum gibt es einige Park&Ride Parkplätze. Schon vor der Stadt sind die Straßen voll. Der erste Parkplatz ist nicht geeignet für uns. Durch eine Schranke werden die Parkflächen beschränkt. Nur Fahrzeuge bis 2,10 m kommen durch. Dieses Problem ist uns auch schon in anderen Städten aufgefallen. Wir verbringen also die nächsten zwei Stunden mit Parkplatzsuche. Selbst bei Ikea ist nichts frei. Wir kommen an einem letzten Parkplatz vorbei, dort passt es. Mit dem Bus fahren wir in die Innenstadt. Auch da stehen wir im Stau. Es sind so viele Menschen unterwegs, in Fahrzeugen und zu Fuß. Nachdem wir noch einen Lunch zu uns genommen haben, ist es schließlich um vier. Noch eine Stunde Zeit für die Kathedrale. Diese ist auch wirklich sehenswert mit dem längsten durchgehenden gotischen Gewölbe, der astronomischen Uhr, den riesigen sichtbaren Orgelpfeifen und den zahlreichen Figuren. Die weiteren schönen Orte lassen wir aus, der Rückweg muss auch noch bewältigt werden. Auf dem Weg zum Bus wählen wir eine Straße, in der noch ein paar wenige Häuser aus dem 15. Jahrhundert zu sehen sind. Am Ende der Straße befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite „The house that moved“. Dieses stand ursprünglich an einem anderen Ort und wurde wegen eines Straßenneubaus versetzt.