Wir liegen zurück mit unseren täglichen Aktualisierungen. Am Willen und der Lust liegt es nicht. Wir bekommen einfach keine ordentliche Datenverbindung zu unserer Webseite (und allen anderen Services, die das brauchen) hin. Ich habe alles erwartet, aber nicht, dass wir Schwierigkeiten mit dem Internet haben. Auch die Campingplätze bieten hier keine Verbesserung. Entweder es gibt gar kein WLAN oder es ist so schwach, dass es nicht mal fürs Wetter reicht. Auch beim Wandern oder navigieren abseits der großen Straßen ist man ohne Netz aufgeschmissen. Man braucht für eine ausgedehnte Wanderung hier definitiv eine gute Karte und ein GPS-Gerät. Allein mit dem Handy würde man sich verlaufen. Aber es ist hier eben alles etwas traditioneller. Man kann man also nicht mal schnell ein paar schöne Bilder hochladen und einen kurzen Text verfassen. Deshalb seht es uns nach, wir versuchen aufzuholen.
Nach einer stürmischen Nacht, fahren wir zum westlichsten Punkt Englands. Land‘s End.
Irgendwie ein bisschen wie das Nordkap. Nur dass es hier gänzlich übertrieben wurde mit dem Kommerz.
Der Parkplatz ist noch das Günstigste hier. Danach kommt ein Komplex aus kostenpflichtigen „Attraktionen“ bis zu einem Wegweiser an dem ein Fotograf auf Wunsch Sprüche mit Buchstabentäfelchen steckt und dann völlig überteuerte Fotos mit den zahlungswilligen Gästen macht. Wahnsinn.
Wir entscheiden uns für den Wanderweg entlang der atemberaubenden Steilküste. Das Wetter hält durch, wir können ein wenig den South West Coast Path entlang wandern, uns die tolle Aussicht vorstellen (durch Gischt und Wolken) und die tobende Brandung erleben.
In einer Bucht liegen die Reste eines Frachters, der „RMS Mühlheim“. Dieses Fracht-/ Containerschiff einer deutschen Rederei, ist 2003, vollbeladen mit Plastikabfall, vor Land‘s End in Seenot geraten und schließlich vom Meer zerrissen worden. Das Heck rostet nun in der Bucht vor sich hin und wird weiter von Wind, Wellen und Gezeiten zerkleinert.
Auf dem Rückweg versuchen wir noch einen Blick auf den St Michael’s Mount zu erhaschen. Tatsächlich haben die Engländer ihren eigenen Mont St. Michel. Eine Gezeiteninsel, die man vom Hafen in Marazion aus bei Ebbe zu Fuß erreichen kann. Da wir ausnahmsweise mal bei Flut am Meer sind und das Wetter mittlerweile echt mies ist, sehen wir nicht viel und fahren zurück zum Campingplatz.
Morgen gehts nach Tintangel – dem angeblichen Ursprung der Geschichte um König Artus.














