Land‘s End

Wir liegen zurück mit unseren täglichen Aktualisierungen. Am Willen und der Lust liegt es nicht. Wir bekommen einfach keine ordentliche Datenverbindung zu unserer Webseite (und allen anderen Services, die das brauchen) hin. Ich habe alles erwartet, aber nicht, dass wir Schwierigkeiten mit dem Internet haben. Auch die Campingplätze bieten hier keine Verbesserung. Entweder es gibt gar kein WLAN oder es ist so schwach, dass es nicht mal fürs Wetter reicht. Auch beim Wandern oder navigieren abseits der großen Straßen ist man ohne Netz aufgeschmissen. Man braucht für eine ausgedehnte Wanderung hier definitiv eine gute Karte und ein GPS-Gerät. Allein mit dem Handy würde man sich verlaufen. Aber es ist hier eben alles etwas traditioneller. Man kann man also nicht mal schnell ein paar schöne Bilder hochladen und einen kurzen Text verfassen. Deshalb seht es uns nach, wir versuchen aufzuholen.

Nach einer stürmischen Nacht, fahren wir zum westlichsten Punkt Englands. Land‘s End.
Irgendwie ein bisschen wie das Nordkap. Nur dass es hier gänzlich übertrieben wurde mit dem Kommerz.

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Linksverkehr

Auf einer leeren Fähre gehts nach Dover. Englisches Frühstück (teuer und nicht wirklich gut) hilft uns beim Start in den Tag. Das Wetter ist super und Dover ist schon kurz nach dem Ablegen zu erkennen. Nach fast zwei Stunden sehen wir die schneeweißen Klippen der Insel in voller Schönheit. Die Sonne gibt ihr Bestes.

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auf nach Great Britain

Wir hinken etwas hinter her ich weiß. Irgendwie hat es die letzten Tage nicht so gepasst mit dem Schreiben. Deshalb wird es heute etwas mehr. Nach dem Luxusstress zu Hause, sind wir am Mittwoch nachmittags noch los und bis in die Niederlande gefahren – nach Venlo. Da in der Nähe waren wir vor Jahren schon einmal und die Gegend hat uns gefallen. Am späten Abend kommen wir auf einem schönen Stellplatz am Hafen an und haben Glück, das der Wirt des Lokals uns noch einlässt (der Hafenmeister hat Feierabend). Nach der langen Fahrt und meiner schlechten Laune des Vortags haben wir eine erholsame Nacht.

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Zwischenstopp zu Hause

Wir fahren kurz nach Hause. Ich muss zur Zahnärztin meines Vertrauens. Seit 6 Wochen klafft ein Loch, das muss jetzt wieder zu.
Pfandbehälter wegbringen und dann fahren wir die 750 km am Stück – eine unserer längsten Strecken.

Am frühen Abend sind wir schon zu Hause und werden herzlich empfangen. Schön, wenn man so liebe Menschen als Nachbarn hat. Auch die Katze erkennt uns wieder und wird ausgiebig geknuddelt.
Der nächste Tag beginnt wie geplant. Zahnarzt, Tierarzt (war nicht geplant). Am Abend sind wir zum Geburtstag eingeladen und genießen die Gesellschaft.
Am nächsten Morgen bekommt der Camper einen Schluck Öl und eigentlich sind wir startklar. Dann meint unser zweites Zuhause, es bräuchte einen kompletten Tausch des Motoröls. Ich versuche eine Werkstatt zu finden. Alle labern nur – keine Kapazität, noch mal in 6 Wochen anrufen, geht grundsätzlich nicht, wenn man kein Kunde ist bla, bla, bla. Ich bin maximal genervt. Das Auto ist neu, hat 11000 km runter und ist kein halbes Jahr bei uns. Dann findet sich eine Werkstatt in der Nähe. „Machen wir“ – am frühen Nachmittag kennen wir den zweiten Teil des Satzes – „leider nicht mehr heute, morgen könnte es werden“. Das ist der pure Stress für mich. Alles ist im Camper. Unser ganzer Alltag. Wir haben zwar Platz und ein Haus, aber das Warten nervt gewaltig.
Ach es gibt auch was Positives, der Katze geht’s gut.

die letzten Tage in Skandinavien

Weiter südlich ist besseres Wetter angesagt und wir bleiben noch zwei Tage in Dänemarks Süden. Am Strand von Vejers genießen wir noch einmal Sonne und Meer.
Schon der Weg dahin ist spannend. Wir suchen eigentlich einen guten Platz für eine Videokonferenz und vermuten ihn in der Nähe eines größeren Ortes. Wir fahren als eine gute Stunde. In der Nähe von Hurup Thy gibt es ein kleines Waldstück mit Funkturm und einem Aussichtsturm, das Internet ist jedoch nicht ausreichend. Trotzdem gibt es einen kleinen Spaziergang zum Troll und auf den Aussichtsturm. Ein schönes Fleckchen Erde, um den sich ein Verein kümmert, damit er bleiben darf.

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