tief in Lappland – Land der Samen, Landschaft und Natur

Nachdem wir schon im Arktismuseum viel über das Leben nördlich des Polarkreises erfahren haben, sind wir doch zahlreichen Empfehlungen gefolgt und schauen uns das Museum der Samen „Siida“ an. Eine wunderbare Ausstellung, unterstützt durch Videos, interaktive Elemente und zahlreiche Exponate erzählet die Geschichte der Samen vom Beginn bis in die moderne Zeit. Dabei sind viele Beiträge, die die Menschen zu den Geschichten zeigen – beeindruckend, berührend und erschütternd. Auch über Flora und Fauna gibt es viel zu erfahren. Im Museum selbst fotografieren wir nicht.

Aber außen gibt es ein, dem Museum angeschlossenes, Freilichtmuseum mit vielen Hütten, Kotas und Lagerstätten.

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auf zum Inarisee

Ein herrlicher Stellplatz da oben auf dem Kaunispää. Und so kommen wir auch am nächsten Morgen nur schwer los. Anna hat nach dem Frühstück Kinder zum Spielen gefunden und die Rentierherde hat sich zusammengefunden und ist fast zum Greifen nah.

Das nächste Ziel, der Inarisee, ist nicht weit entfernt. Wir teilen uns die Straße mit den Rentieren und finden unterwegs den „Wild Spirit Park“. Wir werden durch den Wald zu den einzelnen Tieren geführt, erfahren jede Menge zur Tierart, aber auch zum Tier selbst. Und nahezu jede unserer Fragen wird beantwortet. Nicht ganz preiswert, aber es ist zu sehen, dass das Geld dem Wohlergehen der Tiere dient. Viele der Tiere, Polarfüchse, Marderhunde, Goldfuchs usw. wurden Pelzfarmen abgekauft und können dort weiterleben.

Weiter ging es zum „Karhunpesäkivi“, dem Bärenhöhlenstein. Eine kleine Raststätte lädt ein zu Kaffee, Pancakes, Toast und Shopping. Anschließend geht es auf dem Holzbohlenweg nach oben. Wir wissen nicht, welche Sehenswürdigkeit uns erwartet und werden überrascht: Auf Knien geht es in das Innere eines Findlings. Innen kann man dann stehen und sich gut bewegen. Wenig Platz zu haben, sind wir ja inzwischen aus dem Camper gewöhnt.

Die letzten Kilometer bis zum drittgrößten See Finnlands sind schnell gefahren und wieder campen wir direkt am See und können Ruhe und Natur genießen.

weiter Richtung Norden

Nach einer unruhigen Nacht – Idioten in mit extrem lauten Fahrzeugen gibt es überall – haben wir uns noch ein Frühstück im Weihnachtsmanndorf gegönnt. In Rovaniemi gibt es außer dem Weihnachtszinobers auch noch andere Sachen zu entdecken. Das Arktikmuseum beherbergt eine wirklich sehenswerte Ausstellung mit vielen Infos und Geschichten rund um das Leben oberhalb des Polarkreises. Gleich nebenan ist eine kindgerexhte Ausstellung zum Thema Wald und dessen Nutzung.

Nach so viel Input wollten wir nicht mehr so lange fahren und haben ein weiteres Objekt aus der Kategorie „nördlichste(r) der Welt zum Ziel.

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66° 33‘ 55“ – Polarkreis und Weihnachtsmann

Zurück nach Finnland und zack wieder ne Stunde später. Tornio, im Lapplandkrieg stark umkämpfte Stadt, ist heute eher industriell geprägt. Man findet wenige der alten Holzbauten. Zwischen zweckmäßiger Wohn- und Geschäftsbebauung versteckt sich eine wunderschöne 340 Jahre alte Holzkirche mit nahezu komplett erhaltener Inneneinrichtung. Auch heute noch werden hier regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Leider darf man in der Kirche nicht fotografieren – aber es gibt zahlreiche Bilder auch von innen im Netz.

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am Grenzfluss

Heute ging es weiter Richtung Norden. An die Spitze des Bottnischen Meerbusens.

Vorbei an Oulu und Kemi nach Tornio/Haparanda. Eigentlich eine europäische Stadt. Die schwedische (Haparanda) und die finnische (Tornio) sind so eng miteinander verflochten, dass man von einer Stadt sprechen kann.

Nur bei der Zeit sind sie sich nicht einig. Überquert man den Fluss, ist es plötzlich eine Stunde früher oder später. Auf dem grenzüberschreitenden Golfplatz kann ein Ball schon mal über eine Stunde in der Luft sein. Und dann gibt es in Haparanda noch eine nördlichste Sache der Welt …

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