Bicaz-Schlucht und ein rumänisches Zeltlager

Es ist noch nicht 3 Uhr nachmittags. Nächstes Ziel ist Locodeni, nicht weit. Aber man braucht hier ewig für ein paar Kilometer. 50/60 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.
Die Straße führt uns durch eine Klamm. Atemberaubend. Aber so richtig genießen kann man das nicht. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer teilen sich den Weg. Auf den Rastplätzen haben sich die Stände mit Honig, Kleidung und Klimbim ausgebreitet. Einen Stau wollen wir nicht verursachen, wandern wäre uns hier zu gefährlich.
Wir gelangen zu einem Campingplatz am Ende der Klamm. Da werden wir bleiben. Mit der Fahrerei reicht es für heute. Zunächst sind wir geschockt. Der Platz sieht aus wie ein Zigeunerlager. Aber gegenüber gibt es eine Sommerrodelbahn. Das spricht für bleiben. Und Stück für Stück zeigt sich der Charme des Platzes. Die Männer und die Mädchen kommen euphorisch vom Rodeln zurück, die Häschen der Eigentümer hoppeln frei herum und können beobachtet und gefüttert werden. Für uns gibt es auch Futter. Ina kauft zwei Forellen, Marcus packt sie in Folie und grillt sie mit weiteren Leckereien.
Man hat versucht, es angenehm und hübsch für die Camper zu machen und die sind auch gut drauf. Wir werden für einen „special Gin Tonic“ eingeladen. Ein schöner Ausklang des Tages, übrigens wieder nach einem heftigen Regenguss.

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