Rye

Heute wollen wir nur eine kleine Strecke fahren und einen Platz suchen, wo wir mal einen Tag die Seele baumeln lassen können. Die Fahrt ist kurz, die Suche nach einem Parkplatz um so anstrengender. Aber dann spazieren wir durch ein Städtchen, indem die Zeit stehengeblieben scheint. Die Häuser tragen lustige Namen und Fenster, Holz und Farben versetzen uns ins Mittelalter. Die Church of Saint Mary mit einem freihängendem Pendel nahe der Eingangstür macht auf uns einen einladenden Eindruck. Wir beschließen den Turm zu besteigen. Der Weg nach oben ist ganz schön abenteuerlich. Oben erwarten uns Blicke ins Uhrwerk und die Seile fürs Glockenläuten. 8 Personen werden dafür gebraucht und so erstaunt es nicht, dass die Glocken nur an Sonntagen, wenn Gottesdienst ist, erklingen.

Auf der Suche nach einem kleinen Snack lassen wir uns von Gästen eines Restaurants verleiten. Durchs offene Fenster wird der Daumen hoch gezeigt und wir landen in einem Restaurant, das sich auch einen Stern erkochen könnte. Aufgrund der Preise bestellen wir nur Kleinigkeiten. Diese jedoch sind köstlich. In den Straßen davor herrscht reges Treiben. Wir vermuten, dass ein Markt stattfinden soll. Warum dafür allerdings Sand, Kies und Erde auf der Straße verteilt wird, ist uns ein Rätsel. Auf Nachfrage beim Sicherheitspersonal erfahren wir, hier soll ein Film gedreht werden wird. Tolle Kulisse. Und plötzlich bimmeln die Handys aller Anwesenden. Wir bekommen gar nicht mit, dass unsere auch komische Geräusche machen. Es stellt sich heraus, es ist ein Probealarm, Sonntags.

Die Old Bell hat aber nicht geläutet.
Ein schöner Tag endet mit der Frage: „Cash Or Card“ – Yes!
und der Erkenntnis, dass man besser an London vorbei fährt, wenn der ÖPNV bestreikt wird. Glück gehabt.

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