Sonne an der Ostsee

Nach Eierkauf und Versorgung mit Blaubeeren im nahen Wald verlassen wir den Hühnerhof. Ziel ist ein Ort an der Ostsee, das sind ungefähr drei Fahrstunden. Nahe bei Östersund, auf der Insel Frösön im See Storsjön, halten wir noch einmal und besichtigen eine kleine Kirche, die besonders bei Brautpaaren beliebt ist. Uns beeindruckt der hölzerne Glockenturm. An der Kirche gibt es auch ein Pilgerzentrum, denn hier führt der nördlichste Pilgerpfad der Welt entlang. Er ist 580 km lang, und führt zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Selånger bis Trondheim.

Wir entscheiden uns für einen Campingplatz in Mellanfjärden. Ein schönes Örtchen, jedoch regnet und stürmt es heftig. Im Fischrestaurant am Hafen gibt es für uns heute Fisksoppa und Köttbullar. Der Tag endet mit einem Regenbogen, das gibt Hoffnung. Am nächsten Morgen ist die Welt wieder bunter, die Sonne lacht und der Sturm legt sich langsam. Bevor wir weiterfahren, schlendern wir noch einmal am Hafen entlang.

Als erstes Zwischenziel steht der Besuch eines Bauernhauses aus dem 19. Jahrhundert an. Die Inneneinrichtung und die Wandgestaltung empfinden wir nicht als so beeindruckend wie beschrieben, aber der Außenbereich lädt zum Entspannen, Spielen und Schlemmern ein.

Satt und zufrieden geht es weiter zu einem alten Industriedenkmal. Axmar Bruk Hytta ist eine ehemalige Eisenhütte. Hier wurden bis ins frühe 20. Jahrhundert aus Eisenerz Roheisen und Stahl hergestellt. Da es aber in der Umgebung keine Erzvorkommen gab, musste das Rohmaterial aufwendig hierher gebracht werden. Das machte den Hochofen irgendwann nicht mehr rentabel und so produzierte man später Teer. Heute wird das umfangreich sanierte Gebäude für Veranstaltungen genutzt und es weht ein leichter Hauch von Ruß und Teer durch die weitläufige Halle.

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