Ruhetag am Malstrom

Nach dem Umparken am Vorabend, standen wir plötzlich neben einem jungen Pärchen mit einem „GRM“ Kennzeichen. Wie cool. Ein wenig Smaltalk mit Leuten aus der Heimat. Zuletzt haben wir auf der kurischen Nehrung Leute aus unserer Gegend getroffen.
Um 7.30 Uhr verschluckt uns die Fähre.

Ca. 90 km Wasser und 3-4 Stunden Fahrt liegen vor uns. Es ist windig, es regnet und das Boot wackelt schon im Hafen. Wir freuen uns auf ein kleines Frühstück an Bord.

Die guten Plätze sind schnell vergriffen. Das lernen wir noch. Der Kakao und der Kaffee gehen so. Der Imbiss auch. Alles schwankt und Anfangs ist es auch noch lustig. Es fühlt sich an, als ob man nach „ich trinke nur noch schnell aus und komme dann nach“ nach Hause läuft. Draußen regnet’s und je weiter wir uns vom Land entfernen, um so wilder wird der Ritt.
Nach drei Stunden sind wir in Bodø und haben alles gut überstanden. Richtig Seegang brauchen wir nicht.
Eine kurze Fahrt bringt uns heute zum Saltstraumen. Hier legen wir einen Ruhetag ein. Beine hoch, Mittagsschlaf und ein kurzer Spaziergang zum schnellsten Gezeitenstrom der Welt.

Hier sind zwei Fjordarme miteinander verbunden. Da der Gezeitenstrom aber durch die unterschiedlich großen „Öffnungen“ der Arme unterschiedlich schnell einfließt oder abfließt, gleicht sich dies durch die Querverbindung aus. Das führt zu einem intensiven und schnellen Wasseraustausch zwischen den Fjordarmen im Rhythmus der Gezeiten. Ein sehr faszinierendes Naturschauspiel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert