Sturm. Regen. Kalt.
Nein, ganz so schlimm wie das klingt, ist es gar nicht. Wir sind nur extrem verwöhnt vom Wetter der letzten 5 Wochen. Fünf Wochen sind wir nun schon unterwegs und haben schon ne Menge erleben dürfen. Nur schlechtes Wetter hatten wir kaum. Heute stand das Vikingermuseum in Borg auf dem Programm. Die Fahrt dahin ist schnell geschafft, ist gleich hinterm nächsten Berg.
Anfang der 1980er Jahre suchte man in ganz Norwegen nach den Spuren der Vorfahren. Auch in Borg auf den Lofoten waren Hobbyarchäologen am Werk. Ein Bauer des Ortes hatte einen neuen Pflug und ging seinem Tagwerk nach. Bei der zweiten Runde entdeckte er in den bereits gezogenen Furchen ungewöhnliche Stellen und Artefakte. Er rief die Archäologen dazu und so begann die Geschichte des heutigen Museums. Es zeigt etliche Funde und ein rekonstruiertes Langhaus sowie die Geschichte der Wikinger dieser Gegend. Und weil wir heute da waren, gab es noch einen Bonus oben drauf – das Wikingerfest mit zahlreichen Ständen und Hobbydarstellern. Super spannend!
Auf dem Fest konnten verschiedene Dinge ausprobiert werden. Axtwerfen, Schmieden, Reiten, Kämpfen und Verkleiden. Und obendrauf sind wir noch mit einem Wikingerschiff gesegelt (als Passagiere). Ach ja, da war noch was. Der Beschützer der hübschen Husfreja auf den folgenden Bildern – ich bin froh, das er nicht um ihre Hand angehalten hat – gab uns noch einen kleinen Einblick in die Rolle der Frauen an den Höfen der Wikinger. Sie waren nahezu gleichberechtigt und führten die Geschicke des Hofes. Und er berichtigte einen Fehler in den Erzählungen über die Seefahrer und Kämpfer. Sie trugen keine Hörner an ihren Helmen – niemals! Nur andere Völker – aus Schweden – trugen Hörner. Die Wikinger tranken lieber Bier daraus.
Den Tag beenden wir im wir wieder einmal im Fährhafen. Morgen um 7.00 Uhr verlassen wir die Lofoten.




















