Morgens halb 11 geht es vom Wanderparkplatz aus los. Wir finden ohne Hilfe kaum den Startpunkt, so dicht sind die Wolken um uns herum. Gut so. Vielleicht hätten wir sonst nicht durchgehalten mit dem Blick aus einen nicht enden wollenden Mix aus Steinen und Grün. Steinhaufen sind es auch, die immer wieder den Weg markieren. Gut, dass zahlreiche Wanderer sie immer höher gebaut haben. Das rote T haben wir nicht immer entdecken können.
Also los. Es gilt wegen der Steine auf jeden Tritt zu achten. Für die Stellen, die durch Flachwasser führen, sind Bretter ausgelegt. Ohne Wanderschuhe würde es dort aber nasse Füße geben. Zum Teil versinken die Schuhe auch im Schlamm. Langsam, ganz langsam lösen sich die Wolken auf und Anna entdeckt „Lummerland“.
Weiter geht es. Wir sind fasziniert von der Landschaft und dem Ausblick. Auch wenn es auf den ersten Blick karg erscheint, entdecken wir doch ein Blütenmeer von unzähligen kleinen alpinen Gewächsen. Viele kennt man aus Steingärten. Wir entdecken Vögel und auch hier „begleiten“ uns Rentiere.
Fast da. Aber das schwerste Stück Weg, liegt noch vor uns. Es gilt eine glatte schräge Felswand zu überwinden. Und dann stehen wir nach neun Kilometern – klingt nicht viel, aber die haben es in sich, am nördlichsten Punkt Europas und blicken aufs Nordkap hinüber.
Leider holt uns hier niemand ab. Wir müssen den ganzen Weg zurück. Es kommen Gedanken wie: Kein Ende in Sicht. – Diese Steine hören niemals auf. – Man kommt sich vor, wie auf einem anderen Planeten. Dann sind wir doch zurück. Glücklich, dreckig und erschöpft. Nun noch mit dem Camper rauf zum Nordkap. Von hier aus können wir auch den nördlichsten Zipfel sehen.




























