Wir sind in den südwestlichen Niederlanden, Nahe des Örtchens Breskens. Hier mündet die Schelde in die Nordsee. Britta hat einen wirklich zauberhaften Platz gefunden. Ein Obsthof mit herzlichen Gastgebern und einer wunderschönen Umgebung. Es gibt Alpakas, Kaninchen, Hühner, und Katzen. In einem Teil der Scheune kann man alles mögliche spielen und sich auch bei schlechtem Wetter die Zeit vertreiben. Wir bleiben ein paar Tage.
9.30 hat Anna einen Termin zum Füttern und Ausführen der Alpakas, die ihr Gehege direkt neben dem Camper haben.
Fahrräder gibt es auch zur Leihe und so steht am Nachmittag eine kleine Rund mit dem Rad an. Am Ende sind es 22 km. In den Niederlanden muss man mal Rad gefahren sein.
Unser Weg führt uns zwischen Kartoffelfeldern an Pferdekoppeln vorbei nach Groede, einem verschlafenen Dorf hinterm Deich. Hier kann man aktuell eine ehemalige Kirche, die zu Wohnzwecken umgebaut wurde, käuflich erwerben und lecker Kaffee trinken und Kuchen essen. Hinterm Dorf, Richtung Nordsee liegt ein spannender Ort. Hier war eine Verteidigungsstellung des Atlantikwalls errichtet worden. Nach dem Krieg fast vergessen, hat man das Bunkerdorf zu einem Spiel- und Informationszentrum ausgebaut. Los wird man die Reste dieser menschenverachtenden Ideologie sowie so nicht, also kann man sie auch sinnvoll nutzen – www.goedepodium.nl
Auf dem Weg zur Nordsee müssen wir einen riesigen Deich hinauf und radeln dann gemütlich nach Breskens und von dort wieder Richtung Stellplatz. Es passieren viele riesige Schiffe die Mündung der Schelde. Sie sind auf dem Weg nach Antwerpen.
Auch eines der Rederei Evergreen. Es ist das Schwesterschiff der Ever Given, jenem Containerriesen, der 2021 im Suezkanal feststeckte, was die globalen Lieferketten erheblich durcheinander gebracht hat. Das sind wirklich riesige Schiffe.
Die Runde war lang, die Sonne geht bald unter. Wir lassen den Tag neben den Alpakas ausklingen.

















