London – for free

Gestern waren wir ja schon auf vielen Bahnhöfen. Heute auch – aber ungewollt. Es ist Samstag und eine der wichtigsten U-Bahnlinien ist komplett ausgefallen. Dazu noch die wohl üblichen Ausfälle und im Nahverkehr herrscht Chaos. Wussten wir nicht und so brauchen wir bis zum National Museum mehr als zwei Stunden. Tickets gab es keine mehr, denn man bucht hier nur Zeitfenster, das Museum ist kostenlos. Dennoch wird -und das ist völlig in Ordnung – um eine großzügige Spende gebeten.
Das Bauwerk ist gigantisch. Das erst 150 Jahre alte Gebäude wurde als Museum entworfen, beherbergt von Anfang an diverse Sammlungen und zeigt verschiedene Ausstellungen zu Naturhistorie und Geologie.

Wir müssen trotz der zahlreichen Besucher nicht lange warten und staunen über die riesige Halle und die zahlreichen Details. Und auch die große Treppe, die Nicole Kidman im Film herunter steigt, erkennen wir sofort. (Da wollte sie Paddington ausstopfen und der Film ist auch ein Grund, warum dieses Museum sein musste.) Das Museum ist riesig, ebenso die Anzahl der Besucher. Ich denke, man braucht mehrere Tage, um alle Räume zu besichtigen. Wir versuchen einen kleinen Rundgang und entdecken auch Funde von der Fossilienküste in Lyme Regis, wo wir auch gesucht haben.

In einem so alten Museum findet man natürlich auch alte Exponate und so haben einige der präparierten Tiere schon mächtig an Farbe verloren und man sieht ihnen ihr Alter an. Aber auch das ist reizvoll, denn die Mischung ist auch eine Reise in die verschiedenen Herangehensweisen Ausstellungen zu präsentieren.
Am späten Nachmittag haben wir (wir Großen) genug und wollen zurück.
Ich wollte gerne noch zum Piccadilly Circus und nach China Town, denn ich war 1990 schon einmal als DDR-Bürger – Jugendreisegruppe mit 30 £ in der Tasche – hier und Piccadilly hat mich damals sehr beeindruckt und nach China Town haben wir uns nicht getraut.
Wir schaffen es trotz überfüllten Bahnen und gehen gleich noch was Essen. Zurück an der Station erleben wir noch eine lustige Braekdance-Gruppe, die Piccadilly lautstark unterhält. Ein gelungener Abschluss unseres London-Abenteuers.

Tschüss London – morgen geht’s zurück nach Canterbury, auf eine günstige Fähre warten.

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