Tag zwei unserer Stippvisite in London. Auch heute ist kaum Betrieb an den berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als erstes müssen wir noch mal zu den Horse Guards, die hatten ja gestern schon Feierabend.

Dann wollen wir in den Tower und lösen die Tickets am Einlass online. Ich hatte schon vergessen, dass es in Britannien schwierig mit dem Internet sein kann. Und so tickt die Zeit herunter, denn ich habe die nächst gelegene Einlasszeit gebucht – 10 Minuten – bekomme aber wegen des schwachen Netzes keine Tickets und keine Buchungsbestätigung. Kurz vor knapp kam dann die Mail und die Bestätigung und wir wurden noch eingelassen in den Tower of London.
Irgendwie hatte ich das kleiner in Erinnerung. Die Ausstellung im „White Tower“ ist nett gemacht, wobei bei mancher Rüstung doch Fragen aufkommen.
Wenn wir einmal da sind, schauen wir uns natürlich die Kopien der Kronjuwelen an. Auch hier keine Wartezeit, die würde sich auch nicht lohnen. Die Präsentation ist nicht wirklich gelungen und wenn man auf einem Laufband an Krönchen vorbeigefahren wird, ist das mehr als albern. Aber wir bleiben ernst und freuen uns , dass wir durch die restlichen Räume nicht geschoben werden. Denn voll war es wirklich nicht. Fotos dürfen wir vom Modeschmuck natürlich nicht machen.
Viel cooler sind da schon die heimlichen Stars im Tower. Die Raben. Die Legende sagt, dass der White Tower und die Monarchie zu Grunde gehen, sollten die Raben den Tower verlassen. Aktuell leben 8 Raben auf dem Gelände. Abhauen können sie nicht (wollen sie vielleicht auch nicht bei Vollpension). Auf königlichen Befehl werden die Flugfedern gestutzt und längere Ausflüge würden wohl in der Themse enden. Sie sind schlau, also bleiben sie und auch das Königshaus.
Vom Tower geht es über die Towerbridge, am Fluss entlang ins Geschäftsviertel mit Gurke und Walkie-Talkie. Die Brücke beeindruckt, auch wenn man sie schon tausendmal gesehen hat und sie eines der ersten Bilder im Kopf ist, wenn man das Wort London hört. Es ist Büroschluss und zu den Touristen kommt der Feierabend. Und so sind die Brücke und die Straßen rappelvoll.
Londoner schreien gerne. Anders ist nicht zu erklären, warum sich hunderte junge, gut gekleidete Menschen dicht gedrängt vor Kneipen stellen und nett brüllend bei gefühlten 100 dB ein Feierabendbier schlürfen. Lustige Sache. Leider gab’s keinen Platz, Kinder dürfen kein Bier und ich hatte die falschen Schuhe an.
Eigentlich sind wir aber wegen der Gurke und dem Walkie-Talkie hier, den Hochhäusern des Viertels. Zwischendrin steht noch das Lloyd-Building. Ein Haus, bei dem man die Technik des Gebäudes nach außen verlegt hat. Sieht abgefahren aus, ich find’s klasse. Die Mädels finden die weichen und runden Formen der anderen beiden besser.
Zum Abschluss des Tages gibt es dann noch ein wenig Kultur. Klassiker und Kunst oder Fish, Chips und Banksy.
Anna hatte ein Spezial der Maus über England/London gesehen und da geht Ralf in einem Laden namens „Bonners Fish Bar“ den Klassiker probieren. Also laufen wir dahin, liegt auf dem Heimweg. Und wie es der Zufall will, hat Banksy dort 2024 seine Spuren hinterlassen. Das Essen ist gut, das Kunstwerk lustig.
Morgen gehts weiter. Wir haben ja noch was vom Kombiticket und ein bisschen Zeit.



































