Sightseeing (wir müssen uns ans Englisch gewöhnen) in Riga. Für diese Stadt reicht ein Tag nicht aus. Egal wie man es anstellt, irgendetwas schafft man nicht. Wir müssen also noch mal hier her. Vom Campingplatz aus sind wir die drei Kilometer gelaufen. Vorbei an den typischen Holzhäusern über die Vanšu-Brücke – das Teil ist wirklich in keinem guten Zustand – direkt ins Jugendstilviertel, die Altstadt und den Zentralmarkt. All dass ist ziemlich beeindruckend und nicht wirklich in Worte zu fassen.
Katzen müssen irgendwie immer sein
Jugendstilviertel
Drei Brüder
Nationalbibliothek
Schwarzhäupterhaus
Zum Abschluss haben wir und noch eine Rollerfahrt gegönnt. Premiere für uns alle.
Der Campingplatz liegt sehr zentral auf einer Insel in der Düna. Die Innenstadt ist gut zuFuß oder mit dem Fahrrad erreichbar (ca. 4km). Die Ausstattung ist einfach, die Sanitärcontainer waren sauber aber schon gut gebraucht. Alles in allem ein guter Ausgangspunkt um Riga zu erkunden.
Die Nehrung verabschiedet uns mit Sonnenschein. Auf der Herfahrt ist uns schon dieses Stück beschi….ener Wald aufgefallen. Google und die Hinweisschilder am Straßenrand helfen. Es handelt sich um die größte Kormoran-Kolonie Europas. Dieser Waldabschnitt ist nahezu vollständig mit einer weißen Schicht bedeckt und es regnet weiße Tropfen. Bizarr.
Zurück mit der Fähre nach Klaipeda und dann über Land nach Riga. Irgendwie war das Navi heute nicht so unser Freund. Erst quer durch die Stadt und später über Schotterpisten, vorbei an Förderpumpen durch kleine Dörfer nach Riga.
Die Kurische Nehrung, dieser schmale Streifen Land zwischen Kaliningrad und Klaipeda, ist unser Quartier für die nächsten zwei Nächte. Ganz im Süden, zwei Kilometer von der russischen Grenze liegt das Örtchen Nida und ein schöner Campingplatz unter Kiefern. Die Ostsee ist zu Fuß erreichbar, genau so wie das Haff und die südliche der großen Wanderdünen.
Da ist wieder diese Katze.
Schon Thomas Mann fand dieses Fleckchen Erde so beeindruckend, dass er sich hier vom Geld des Nobelpreises für „Die Buddenbrooks“ ein Sommerhaus bauen ließ. Er verbrachte hier mit seiner Familie drei Sommer, bevor er aus bekannten Gründen das Land verlassen musste. In diesem Haus, welches wunderschön hergerichtet wurde, ist ein interessantes Museum eingerichtet. Die Bäume im Vorgarten dürften schon den Schriftsteller begrüßt haben.
Sommerhaus der Manns in Nida
Blick aus Thomas Manns Arbeitszimmer
Unwirklich hingegen erscheint die Wanderdüne. Ein riesiger Haufen feinster Sand, durchzogen von Wanderwegen und zahlreichen Aussichtspunkten.
Satre – Eine Skulptur, die an den Besuch des Philosophen 1965 erinnert
Am Meer muss man auch ins Meer – zumindest im Sommer. Klar, dass wir das wagten. Und ehrlich, viel kälter als der Naunhofer See im März war es nicht. Zum Abschluss haben wir noch eine Windhose erwischt.
Ein schöner Platz bei Nida unter alten Nadelbäumen. Das Zentrum von Nida, die Wanderdüne und der Strand sind gut zu Fuß zu erreichen. Auf dem Platz gibt es ein Restaurant und div Sportmöglichkeiten. Achtung: Die Kurische Nehrung kostet neben der Fährüberfahrt noch zusätzlich Eintritt, den man nicht erstattet bekommt sollte der Platz voll sein. Also besser vorher anrufen und fragen.