Ziel ist heute Uppsala. Das sollte schnell geschafft sein. Die Fahrtzeit beträgt laut Google etwas mehr als eine Stunde. Danach soll es für einen ersten Eindruck noch in die Stadt gehen. Marcus entschließt sich beim Fahren, Anna rechnet ihre Aufgaben und ich halte ein Nickerchen, doch schon mal eher die E4 zu verlassen. Er hat einen Wegweiser nach Gamla Uppsala entdeckt. Wir parken und es gibt jede Menge zu entdecken. Ein Freilichtmuseum, ein archeologisches Museum, ein Sockenmuseum, leider zu, die erste Metropolitankirche Schwedens und zahlreiche Grabhügel. Die Kirche ist wirklich sehenswert. Danach spazieren wir noch an den Grabhügeln entlang, lesen immer wieder auf den Tafeln zur Geschichte des Ortes und zur Wikingerkultur und genießen die Sonne. Im Café Odinsburg fällt es schwer, sich zwischen Kuchen und Mittagsmahl zu entscheiden. Es ist für jeden etwas dabei und wir lassen es uns schmecken. Aus dem Stadtbummel wird heute nichts mehr. Wir spielen lieber Minigolf.
Gävle
Zwei Nächte verbringen wir auf einem schönen Campingplatz außerhalb von Gävle. Wir haben einen Stellplatz auf einer Anhöhe, können auf ein Zipfelchen Ostsee blicken und die Kaninchen hoppeln um den Camper. Zeit um die Füße hochzulegen, das Gesicht in die Sonne zu halten und mit dem Bus mal in die Stadt zu fahren. Wir wollen das historische Gävle anschauen, die Häuser, die den Stadtbrand 1869 überstanden haben. Das sind nicht viele, diese sind aber schön anzusehen. Wir lauschen dem Glockenspiel des Rathauses und werden in eine Galerie eingeladen. Die frühere Besitzerin eines Stoffladens hat nun Zeit Bilder zu nähen und stellt diese aus. Wunderschöne Arbeiten, präsentiert an einem Ort, an dem man sich gleich wohl fühlt. Uns, besonders Anna, haben es auch die schwedischen Spielhäuser angetan. Nach der kleinen Sightseeingtour wollten wir gern shoppen gehen, etwas Schönes für das Geburtstagskind. Lust auf Hotdog und Eis hatten wir auch. Leider sprach uns die Fußgängerzone gar nicht an. Die Gründe wollen wir gar nicht vertiefen. Fazit zur Stadt: Wir sehen nette Häuschen und Häuser mit viel Liebe zum Detail hergerichtet, das Eis ist groß und lecker und die Busfahrer sehr freundlich.
Sonne an der Ostsee
Nach Eierkauf und Versorgung mit Blaubeeren im nahen Wald verlassen wir den Hühnerhof. Ziel ist ein Ort an der Ostsee, das sind ungefähr drei Fahrstunden. Nahe bei Östersund, auf der Insel Frösön im See Storsjön, halten wir noch einmal und besichtigen eine kleine Kirche, die besonders bei Brautpaaren beliebt ist. Uns beeindruckt der hölzerne Glockenturm. An der Kirche gibt es auch ein Pilgerzentrum, denn hier führt der nördlichste Pilgerpfad der Welt entlang. Er ist 580 km lang, und führt zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Selånger bis Trondheim.
„Sonne an der Ostsee“ weiterlesendas Wetter bestimmt die Richtung – Süden
Hatten wir das Wetter schon thematisiert ? Nein ? Ok.
Wir müssen erst 14.00 Uhr vom Platz. Es bleibt also genug Zeit um in Ruhe bei gutem Wetter draußen zu frühstücken und alle Aufgaben zu erledigen. Auch den Einkauf mache ich heute zu Fuß, da haben die Mädels ihre Ruhe. Im Laden fallen die Preise positiv auf, ich zahle deutlich weniger als bisher. Der volle Beutel kostet ungefähr so viel wie zu Hause.
Wir starten gegen Mittag als es anfängt zu regnen und wollen heute bis Östersund am Storsjön, Schwedens fünftgrößten See.
Regen, immer nur Regen
Ganz so schlimm ist es nicht, man kann zwischendurch schon was unternehmen. Aber Wandern macht im Regen weniger Spaß und ein Boot ausleihen, für uns als Laien, ist nicht ratsam. Von unserem Brückenschlafplatz fahren wir zu einem tollen Campingplatz auf der kleinen Inselkette Tjøtta. Ein netter Besitzer, der deutsch spricht und jede Menge Tipps nimmt uns im Empfang. Wir fühlen uns gleich wohl. Trotzdem verbringen wir den Nachmittag im Camper und schauen „Mulan“. Es regnet. Abends machen Anna und ich uns zu Fuß auf die Suche nach dem Elch. Vergeblich!








































