Einen Tag kein Beitrag und keiner hats gemerkt – oder?
Wir haben Finnlands beeindruckenden Süden verlassen und sind dem Tipp eines Dänen nach Kuopio gefolgt. Da uns das mit einem Mal zu weit war, haben wir kurz vor Tampere übernachtet. In einem kleinen Skigebiet – Höhe 146 m. Laut plan ist ein Teil der Pisten sogar schwarz. Am ebenfalls zugehörigen Strand fand die finnische Ausgabe des „Strongman“ statt – riesige, muskelbepackte Finnen schleppen Steine, ziehen Anhänger oder werfen Sandsäcke hoch. Das könnt ihr euch sicher alle bildlich vorstellen.
Am Abend sind wir zum ersten mal in den Genuss einer Sauna gekommen, in Finnland mit Finnen bzw. Finninnen. Das ist etwas anders als daheim.
Weiter gings am Morgen vorbei an Nokia und Tampere durch die Finnische Seenplatte nach Kuopio.
Wir sind zum ersten Mal den Campingplatzempfehlungen eines Reiseführers gefolgt und wurden ein wenig enttäuscht. Der beschriebene Glanz des Platzes war wohl schon vor Jahren verloren gegangen. Google hatte es bereits gewusst.
Also wieder früh los und Kuopio angeschaut. Die achtgrößte Stadt des Landes. Auch hier kämpft die historische mit der „modernen“ Architektur. Dennoch ein schönes Städtchen mit einer schönen kleinen Markthalle und …
einem Berg, auf dem ein hoher grauer Betonturm steht. Auch der ist nicht besonders schön, aber die Umgebung mit Skisprungschanzen, Skipiste, Fahrradtrails und Sessellift ist sehr interessant.
Vom Turm aus hat man einen herrlichen Rundblick über die Seenplatte. Ein bisschen wie der Schärengaren nur mit Süßwasser
Danach genießen wir die angenehme Kühle des klimatisierten Campers – seit zwei Wochen Sonne und 30 Grad – und fahren weiter Richtung Norden. Ziel soll ein kleiner Campingplatz an einem See weit ab vom Schuss sein. Und diesmal hat es sich gelohnt. So oder fast so habe ich mir campen in Finnland vorgestellt (ich hatte mehr Bäume im Kopf). Ein See, Ruhe und eine Sauna.
Der Chef vom Platz, 80, würde ich schätzen, hat pünktlich um 18.30 Uhr den Saunaofen angefeuert und 5 vor 6 über den Camplautsprecher zum Saunagang gerufen. Das gleiche Prozedere wie beim letzten mal. Nur diesmal war ich besser vorbereitet. Die Finnen in dieser Gegend (zumindest die Jungs, die Mädels haben eine Extrasauna oder sind eher dran) nehmen zwei Getränkedosen mit in den geschützten Bereich. Gut getarnt wird nach jedem Saunagang eine davon geleert. Da ich nur große Dosen habe, habe ich nur eine in zwei Runden geleert. Ganz so geheim ist der Genuss von alkoholischen Getränken nicht, aber ich denke, dass ist schon so ein kleines Ritual.
Am Abend verwöhnt uns dieser wunderbare Ort noch mit einem Sonnenuntergang und angenehmer Kühle.




























