Kurische Nehrung

Die Kurische Nehrung, dieser schmale Streifen Land zwischen Kaliningrad und Klaipeda, ist unser Quartier für die nächsten zwei Nächte. Ganz im Süden, zwei Kilometer von der russischen Grenze liegt das Örtchen Nida und ein schöner Campingplatz unter Kiefern.
Die Ostsee ist zu Fuß erreichbar, genau so wie das Haff und die südliche der großen Wanderdünen.

Schon Thomas Mann fand dieses Fleckchen Erde so beeindruckend, dass er sich hier vom Geld des Nobelpreises für „Die Buddenbrooks“ ein Sommerhaus bauen ließ. Er verbrachte hier mit seiner Familie drei Sommer, bevor er aus bekannten Gründen das Land verlassen musste. In diesem Haus, welches wunderschön hergerichtet wurde, ist ein interessantes Museum eingerichtet. Die Bäume im Vorgarten dürften schon den Schriftsteller begrüßt haben.

Unwirklich hingegen erscheint die Wanderdüne. Ein riesiger Haufen feinster Sand, durchzogen von Wanderwegen und zahlreichen Aussichtspunkten.

Am Meer muss man auch ins Meer – zumindest im Sommer. Klar, dass wir das wagten. Und ehrlich, viel kälter als der Naunhofer See im März war es nicht. Zum Abschluss haben wir noch eine Windhose erwischt.

der Sonne hinterher ans Meer

Kaunas ist wirklich schön, leider hat das schlecht Wetter uns vertrieben. Das Regenradar hat als Ziel heute Kleipeda ausgewählt. Wir folgen also der Memel an die Ostseeküste.

Der Fährhafen und die Reste der Memelburg sind ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Altstadt.

Eine wirklich sehenswerte Stadt. Lustig zu beobachten ist, wie die ganzen nummerierten Kreuzfahrergruppen durch die Gassen geführt werden. Manche Gruppe ist so langsam, da hofft man, dass die ihr Schiff noch bekommen.

In der Stadt finden sich zahlreiche Hinweise auf die deutsche Vergangenheit. So erfährt man, in einer QR-Code-Stadtführung, daß Klaipeda sogar mal für kurze Zeit preußische Hauptstadt gewesen ist.

passend zum Briefkasten von gestern

Zum Schlafen haben wir uns für einen Platz auf der Kurischen Nehrung entschieden. Eigentlich wollte ich nicht so nah an die russische Grenze. Aber naja.

Kaunas

Warschau haben wir buchstäblich links liegen gelassen.

Nach unendlichen Weiten, knapp 400 km später und einem unerwarteten Zeitsprung sind wir in Kaunas / Litauen.
Hier fließt der Neris in die Memel. Ein malerisches Städtchen was irgendwie noch nicht so ganz den Sprung in die heutige Zeit geschafft hat, alte Bruchbuden neben moderner Architektur, unzählige Kirchen und eine Burganlage. Viele Baustellen, schön ist es trotzdem.

Streetart, eine sehr beliebte Ausdrucksform…

… und der beste Briefkasten der Welt.

wieder zu Hause

nach unserem Besuch in Köln, sind wir noch mal im Heimathafen gelandet. Ein kaputter Zahn macht den Besuch bei der Zahnärztin unseres Vertrauens notwendig. Und ein „Umweg“ ist es ja eigentlich nicht.
Morgen gehts aber nun wirklich Richtung Norden!