Vanalinn

Ok, ist etwas irreführend. Vanalinn ist die Altstadt von Tallinn und die nächste beeindruckende Stadt auf dem Weg. Beim Ranking waren wir uns nicht einig. Aber man kann die Städte auch nicht wirklich miteinander vergleichen. Die Altstadt von Tallinn ist eng, quirlig und umgeben von einer super erhaltenen Stadtmauer mit noch 26 Türmen. Gekrönt wird das ganze mit dem Domberg. Russisch Orthodoxe Kirche, Dom, der Sitz der Estnischen Präsidenten und zahlreiche Botschaften teilen sich diese Anhöhe in der Stadt. Im Dom (wir waren nicht drin) erklingt eine Ladegastorgel – Naunhofer kennen diesen Orgelbauer sicherlich , denn die Orgel in unserer Stadtkirche ist ebenfalls ein Instrument von Ladegast. Trotz vieler Touristen findet man viele kleine gemütliche Ecken.

Tallinn ist eine absolute Empfehlung. Wir haben nur die Altstadt und das Gebiet um den Hafen gesehen. Es gibt aber noch so viel mehr in dieser Stadt zu entdecken. Wir werden das auf dem Zettel mit der Überschrift „nochmal hin“ vermerken.

Wo die Russen herrschten, gibts auch russische Megabauwerke von geringer Schönheit. 1980, der ein oder andere erinnert sich, fanden in Moskau die Olympischen Spiele statt – ohne den Westen. Die DDR wurde zweiter im Medaillenspiegel, unterlag im Finale des Fußballturniers mit 0:1 der Tschechoslowakei und vor Tallinn gewannen Segler aus der DDR zwei Silbermedaillen. OK, weit ausgeholt. Aber direkt am Fährhafen existiert eine Megastadthalle aus dieser Zeit, geschlossen und dem Verfall preisgegeben, ist sie doch ein Monument des Größenwahns.

Wie Esten die aktuellen Eskapaden der Russen bewerten, zeigen sie eindrucksvoll vor der russischen Botschaft in Tallinn. Ich wünsche mir mehr dieser eindeutigen Bekenntnisse zur Freiheit und Selbstbestimmtheit. Ohne dieses gäbe es unsere Reise nicht, könnten wir nicht in fremde Kulturen eintauchen. Danke Tallinn!

auf dem Weg nach Tallinn

Britta bringt uns heute nach Tallinn. Kurz nach dem Start, sind wir auch schon in Estland.

Zum ersten mal wird auf unserem Weg vor diesen Tierchen gewarnt. Auf dem Weg in die Stadt liegt das Estnische Freilandmuseum. Das gibt es schon seit einer halben Ewigkeit und zeigt das bäuerliche Leben der Esten. Ein riesiges Gelände, auf dem zahlreiche verschiedene (originale) Höfe der vergangenen Jahrhunderte errichtet wurden. Sehr schöner Ausflug, wir mögen das.

Das erste Gewitter von heute beendete den Besuch. Einmal quer durch Tallinn zum Fährhafen. Leider war für morgen Abend keine Fähre mehr zu bekommen, so dass wir am Mittwoch früh nach Helsinki fahren. So haben wir morgen also einen entspannten Tag in Tallinn und keinen Zeitdruck.
Rund um den Hafen sind einige nette Gebäude entstanden, leider ging auch einigen offenbar das Geld aus. Fertig ist das Viertel sicher einmal sehr sehenswert.

Jetzt zieht gleich noch das nächste Gewitter durch und dann ist Schluss für heute.

Kurzer Tag am Strand

So war zumindest der Plan. In jedem Reiseführer oder Blog steht: Fahrt in Riga an den Ostseestrand, dass dürft ihr nicht verpassen. Was da nicht steht ist: Tu das nicht an einem Sonntag, nicht im Sommer, nicht bei Sonnenschein und 26 Grad und vor allem nicht mit einem Camper, der 6m lang und 3m hoch ist. Wir haben es trotzdem versucht und sind, wen wunderts, nicht erfolgreich gewesen. Nach zwei zeitaufwendigen Anläufen sind wir einfach 80 km weiter nach Norden zu einem kleinen Campingplatz direkt am Meer gefahren . Leider war dann aber das schöne Wetter alle. Also ausruhen und die nächsten Tage planen.

die Perle des Baltikums

Sightseeing (wir müssen uns ans Englisch gewöhnen) in Riga. Für diese Stadt reicht ein Tag nicht aus. Egal wie man es anstellt, irgendetwas schafft man nicht. Wir müssen also noch mal hier her.
Vom Campingplatz aus sind wir die drei Kilometer gelaufen. Vorbei an den typischen Holzhäusern über die Vanšu-Brücke – das Teil ist wirklich in keinem guten Zustand – direkt ins Jugendstilviertel, die Altstadt und den Zentralmarkt. All dass ist ziemlich beeindruckend und nicht wirklich in Worte zu fassen.


Zum Abschluss haben wir und noch eine Rollerfahrt gegönnt. Premiere für uns alle.

Fahrt nach Riga

Die Nehrung verabschiedet uns mit Sonnenschein. Auf der Herfahrt ist uns schon dieses Stück beschi….ener Wald aufgefallen. Google und die Hinweisschilder am Straßenrand helfen. Es handelt sich um die größte Kormoran-Kolonie Europas. Dieser Waldabschnitt ist nahezu vollständig mit einer weißen Schicht bedeckt und es regnet weiße Tropfen. Bizarr.

Zurück mit der Fähre nach Klaipeda und dann über Land nach Riga. Irgendwie war das Navi heute nicht so unser Freund. Erst quer durch die Stadt und später über Schotterpisten, vorbei an Förderpumpen durch kleine Dörfer nach Riga.